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Es ist doch immer wieder das Selbe, wenn man es sich in einem weiteren neuen Social Network bequem macht: Anfangs akzeptiert man eher mehr Kontakte als weniger. Bei den letzten Neuzugängen Gowalla und Foursquare war es noch extremer: Da ich wusste, dass die beiden in Deutschland noch so gut wie unbekannt waren habe ich jeden Request angenommen, der an mich gerichtet wurde. Warum? Na, damit etwas Leben in die Timeline kommt! Wenn ich darauf warten würde, bis ich einige meiner Kontakte zum Mitmachen bewegen konnte würden Wochen vergehen.

Naja, und dann added man und added (tolles neues Deutsch) und irgendwann stellt man fest: Meine Güte – wem teile ich denn eigentlich alles mit, wo ich mich wann bewege? Gleichzeitig stellt man fest, dass sich mittlerweile der inner circle eingefunden hat. Und dann geht das Aufräumen los: Alle Kontakte wieder entfernen, die man nicht kennt und ab da entsprechende Requests ablehnen.

Und wenn ich so zurück denke war das im Groben so bei openBC/XING, Facebook, WKW, younameit.

Brightkite war für ja mich der erste Service, den ich location-basiert genutzt habe. Neben all dem Alltäglichen, was man so in die Timeline schreibt war so auch bequem die Info möglich ‘Und hier treibe ich mich rum’. Davor war der Aufenthaltsort ja eher ein Hintergrundthema.

Entering Gowalla. Mit Gowalla kam das erste mal eine spielerische Variante ins Spiel, womit man mich natürlich locker ködern kann. Gowalla fügt dem Einchecken in Spots eine Geocaching-Komponente hinzu, die – zumindest am Anfang – richtig Spaß gemacht hat. Man findet am einen oder anderen Spot neue Items, oder kann solche, die man schon gesammelt hat gegen dort vorgefundene tauschen. Ziel ist es, von jedem Item eines in seinen ‘Vault’, eine Art Abstellkammer zu packen. Man kann auf der Website nachsehen, welche einem noch fehlen. Was bei Vollständigkeit passiert ist unklar. Das hat dazu geführt, dass manch User anfing beim Flanieren auf einer Einkaufsstraße in jedem Geschäft einzuchecken, um dort Items zu sammeln. Das geht natürlich nur, wenn es diese Geschäfte schon als Spots angelegt sind. Schummeln war nicht, da Gowalla ausschließlich über GPS (bzw. die Orting des WLANs, in dem man eingeloggt ist).

Aber das Item-Sammeln macht mittlerweile keinen Spaß mehr, weil entweder keine / kaum mehr neue Items herumliegen.

Entering Foursquare. Auch hier geht es im das Anlegen von und Einchecken bei Spots (‘Venues’). Nur gibt es hier keine Items zu sammeln sondern Punkte. Für verschiedene Aktionen gibt es eine unterschiedliche Anzahl Punkte. Aber der eigentliche Spaß beginnt dort, wo man innerhalb einer gewissen Zeit an einem Spot Punkte gesammelt hat, denn dann wird man der Mayor (‘Bürgermeister’) dieses Spots und bekommt ein virtuelles Krönchen verpasst. Übertrifft ein anderer User diese Punktzahl ist die Krone schnell gestohlen. Schöner Wettbewerbsanreiz. In den USA erhält der Mayor einer Bar auch schon mal Freigetränke vom Betreiber oder ähnliche ‘Werbekostenerstattungen’.

Was mich an Foursquare – oder gern mal 4sq abgekürzt am meisten stört ist, dass  nur sehr unzuverlässig gefunden werden und dass man an beliebigen Orten einchecken, also schummeln kann.

Neu auf meinem iPhone habe ich dailyplaces. Hier ist der Ansatz ein anderer. Neben der User-Orientierung stellt dailyplaces den Ort in den Mittelpunkt. Aber hierzu mehr, wenn ich es ausgetestet habe. Heute ist eine neue Version herausgekommen. Ich bin gespannt.

Fazit

Ich gowalliere und foursquare momentan parallel, aber wenn da nicht bald neue Funktionen hinzu kommen werden beide bald einschlafen. Aber damit ist erfahrungsgemäß nicht zu rechnen. Es bleibt spannend.

Nachtrag

So sieht es aus, wenn man einen Mayor ‘geoustet’ / verdrängt hat.

Ein Leckerli, das sicher noch mächtig ausgebaut werden wird ist das Übermitteln von Tips, die andere User an Spots in der Nähe hinterlegt haben. So wurde ich beim Einchecken ins Leib & Seele mit einem Tip von @Robgreen begrüßt, dass das Café Wacker ja ums Eck ist. Coole Sache!

Mein persönlicher Feature-Request: Ich möchte an Orten, für die ich das voreingestellt habe automatisch eingecheckt werden, diese Info soll an meine trusted friends gehen und die als auch ich werden über die räumliche Nähe an dem Abend informiert. Das kann natürlich u. U. bei manchen Leuten in gewissen Konstallationen zum Problem werden, wenn sie vergessen, wer da was mitbekommt, aber das wird ein Randthema sein.

Es ist immer wieder gleichermaßen faszinierend wie auf Twitter die alten Schulhofsitten wieder aufleben. Da tauchen Tweets in der Timeline auf, bei denen man sofort erkennt, dass sie nicht an die Allgemeinheit sondern an jemanden bestimmten gerichtet sind. Aber das @username fehlt, was 2 Schlüsse zulässt: Entweder wurde das @username vergessen (kommt vor) aber viel öfter drängt sich der zweite Schluss auf: Da gibt es offensichtlich bilaterale Konflikte, die ab einem gewissen Punkt nicht mehr bilateral, sondern in der öffentlichen Timeline ausgetragen werden.

Das ist so in etwa das selbe, wie wenn damals auf dem Schulhof nicht mehr direkt diskutiert, sondern in Hörweite des anderen auf dem Schulhof über denjenigen hergezogen wurde. Leude: Wenn ihr absehen könnt, dass alle anderen ausser dem Bezogenen mit dem, was ihr schreibt nichts anfangen können wäre es tatsächlich möööglicherweise sinnvoller direkt mit einander zu reden, oder?

Die Tage habe ich mir mal wieder Gedanken darum gemacht, wie ich meine Kontakte strukturieren, welche Informationen ich mit wem teilen möchte und sollte und bin auf der Baustelle Facebook angelangt.

Da ich allein zu keinem abschließendem Ergebnis kam habe ich folgende Frage in den Ring geworfen und einige interessante und hilfreiche Antworten bekommen:

Wie haltet ihr es eigentlich bei Facebook mit dem Akzeptieren von Freundschaftsanfragen?

Ich stehe vor der Fragestellung, ob ich entweder tatsächlich nur Personen connecte, die ich persönlich Kenne und mit denen ich darüber hinaus auch noch connected sein möchte (ist ja nicht selbstverständlich).

Oder nehme ich im Prinzip jede Kontaktanfrage an und schiebe entfernte, bzw. nicht persönlich bekannte oder gemochte dann in eine Liste, die ich von den meisten meiner Infos ausschließe?

Wie haltet ihr das?

(Originalpost mit interessanten Kommentaren siehe hier:
http://sauerstoff.posterous.com/wie-haltet-ihr-es-eigentlich-bei-facebook-mit)

Ich habe mich mittlerweile für letztere Variante entschieden. Es ist einfach so, dass diese Grenzziehung damit steht und fällt, was man auf Facebook veröffentlichen möchte. Wenn man dort nur Quizzes macht und ein paar Links postet kann man das sicher bedenkenlos mit der Gemeinde teilen.

Dagegen verwende ich Facebook eher dazu – korrigiere: möchte Facebook eher dazu verwenden, um Persönlicheres zu veröffentlichen teilen als ich dies bei Twitter tue. Bisher habe ich mich damit aber noch sehr zurück gehalten, da eben noch o. g. Fragestellung im Raum stand. Ich habe einige Kontakte auf Facebook, die ich einfach nicht aus den Augen verlieren möchte, mit denen ich dort connected bleiben, aber mit denen ich halt nicht jede persönliche Neuigkeit teilen möchte.

Aus diesem Grund habe ich diese Kontakte einer Liste hinzugefügt, über die ich steuere, welche Informationen an wen rausgehen. Die Einschränkung ist maximal, da ich dort keine Grauzone haben möchte. Möglicherweise fühlt sich jetzt der Eine oder Andere dadurch vor den Kopf gestoßen, den ich dort nun sozusagen ausgesperrt habe. Sprecht mich in dem Fall an, vielleicht habe ich ja mich nur verklickt. Ansonsten erkläre ich es gern noch mal.

Fragen? Fragen!

P. S.: Warum ich die Frage auf Posterous und nicht hier im Blog gestellt habe? Ich schwanke in Sachen Bloggen auch zwischen dem Einreißen des Blogs und dem Beschränken auf Posterous, wie einst Cousin Martin dies vorgemacht hat. Hierbei bin ich aber noch komplett unschlüssig. Ein Blogpost mit Bildern und vernünftigen Verlinkungen bekommt man ja mit Wordpress deutlich netter hin als mit Posterous. Andererseits ist Posterous so nett schlank und fokussiert auf Inhalt. Schaumerma.

twitterlesungAm Samstag fand in München in der Niederlassung eine Twitterlesung statt – die erste dort. Und es war ein Riesenspaß! Wir sind mit einer starken Stuttgarter Fraktion angereist und auf der Bühne selbst hat @baranek gelesen.

Weiterhin waren (hörend) am Start: @peate (der auch Offlintweetkreismeister Süd wurde), @gissmog, @rozana, @Zwergschwein, @jantheofel u. v. m.

Aber was schreib ich hier? Lest den Artikel in der Abendzeitung oder besser: Schaut euch das Video an!

Man sagt, meine dezente Lache sei hier und da heraus zu hören – was ich natürlich nicht nachvollziehen kann.

Formspring_logo_smallEin neues Spaßwerkzeug wird derzeit durchs Dorf getrieben: Formspring. Ansatz? Simpel, drum so erfolgreich: Usern können beliebige Fragen gestellt werden, auf Wunsch anonym. Der Gefragte kann antworten – muss aber nicht. Involvementfaktor ähnlich hoch wie bei Twitter. Neu ist die anonyme Komponente. Die verleitet manche Frager, auch mal beleidigend an den Start zu gehen. Nun ja, so ist das wohl mit dem Verstecken hinter der Tastatur.

Ich bin recht offen und kontaktfreudig und seit ich mit Michael Sahnau das Buch FRA-MUC-FRA geschrieben habe in dem es sehr autobiografisch zugeht bin ich auch nicht übermäßig sparsam mit Persönlichem. Bisher hat es mir nicht geschaden sondern im Gegenteil viele nette Bekannte und ein paar Freunde eingebracht. So funktioniert das nun mal: Um an dem ganzen Social-Spaß teilzuhaben und auch etwas daraus zu gewinnen muss man auch geben. So einfach!

Die Begebenheit, die mich zum Schmunzeln bringt teile ich mit hunderten anderen, dafür bekomme ich im Gegenzug hunderte solche Momente zurück. Das ist für mir das Geben und Nehmen im Social Web. Bei Formspring ist mir Narzissmus vorgeworfen worden – anonym versteht sich. Ja, ein Stückchen davon haben wir aber sicher alle an Bord, die bloggen, twittern und bei anderen Plattformen Content einbringen und sich somit selbst präsentieren. Und der ist m. E. auch ein latenter Treiber dafür, dass solche Plattformen erfolgreich sind. Und solange ich Spaß daran habe mache ich auch so weiter.

Dass in meiner Twitter-Timeline seit ein paar Tagen immer wieder gehäuft automatisierte Formspring-Posts auftauchen stört mich persönlich nicht im Geringsten! Ich bin an den wenigen, denen ich folge recht interessiert und finde jede Gelegenheit klasse, mehr über sie zu erfahren. Aber da ich damit wohl einer Minderheit angehöre habe ich das Durchposten zu Twitter bei mir mal abgestellt. Das aktiviere ich dann nur noch bei Antworten, die ich quasi auch getwittert hätte.

Nun denn: Fragt mich!

bcmzJammern auf hohen Niveau? Ja, klar!

Nach schon wenigen BarCamps kristallisiert sich ein gewisser Anspruch an die Veranstaltungen heraus – einfach weil sie auf hohem Niveau sind – man wird verwöhnt. Und dieses wollen wir ja wohl bitte halten, oder? So war auch das BarCamp Mainz auf sehr hohem Level, organisatorisch wie inhaltlich! Großes Kompliment erst einmal dafür. Umso mehr fällt es dann auf, wenn es bei einzelnen Dingen hakt. Aber da wir gemeinsam die Veranstaltung stetig besser machen wollen (nur auf Niveau halten wäre schade) finde ich es durchaus berechtigt, Dinge anzusprechen, die sich bei anderen BC bewährt haben und dieses mal unterlassen wurden.

Beim BarCamp Mainz war es konkret die Vorstellungsrunde, die mir sehr gefehlt hat. Schon beim Sichten der Agenda vorab tauchte sie nicht auf, was ich für einen Schusselfehler beim Niederschreiben hielt. Letztlich wurde sie der Sorge um den planungsgerechten zeitlichen Ablauf geopfert. Aber es wäre nicht das erste BarCamp gewesen, das dann einfach den Vormittagsablauf um eine Viertelstunde verschiebt und das mit ausreichendem Puffer in der Mittagspause kompensiert.

Zwar bin ich selbst immer sacknervös, wenn das Mikrofon seinen Weg zu mir findet, trotzdem schätze ich die Gelegenheit sehr, andere Menschen aufgrund der wenigen Worte, mit denen er sich vorstellt (3 Tags – Stichworte) ein wenig einschätzen/einstufen zu können. Wer seine Tags mit Bedacht wählt lässt z. B. Motivation, Branche oder Spezialisierung erkennen was das frühe gezielte Ansprechen ermöglicht. Über denselben Kontakt erst zufällig durch die Wahl des Platzes beim Mittagessen oder bei der Feedbacksession zu stolpern fände ich zu spät und eine absolute Verschwendung!

Das Thema habe ich bei @flocke schon mal kommentiert.

Mein üblicher Rückblick auch mit Kommentaren zu den Sesslons folgt noch.

rtKinners, es ist doch immer das Selbe: Da nutzen wir tagein, tagaus ‘unser‘ Twitter. In Anführungs- strichen deshalb, weil jeder mit seiner eigenen Timeline, seiner eigenen Policy und seinem eigenen Stil sein eigenes Twitter ausprägt. Wir twittern regelmäßig, gewöhnen uns daran, tunen daran herum und BAMM - Twitter ändert einfach einen der Grundmechanismen. Ja, einer der in einer Graswurzelbewegung zum Standard gewachsen ist, aber letztlich ein Grundmechanismus: Das Retweeten, das Wiedergeben von Tweets anderer.

Vor ein paar Monaten haben sich viele von uns unsäglich über die Änderung aufgeregt, dass wir plötzlich @mentions (ehem. @replies) nur noch sehen, wenn wir den Urheber und dem Adressaten folgen. Großer Aufschrei! ‘Ändert das zurück!’ haben wir geschrien. Und? Nichts hat sich geändert. Ich war fast sicher, dass Twitter die Wahl zwischen den beiden Varianten per Settings erlaubt. Aber auch das kam nicht. Und heute? Keiner Kaum jemand spricht heute noch davon. Und ehrlich gesagt habe auch ich mich daran gewöhnt und finde es mittlerweile gar nicht mehr so schlimm. Es ist einfach: anders.

retweetUnd nun führt Twitter das Retweet-Feature ein, hat sich damit ein wenig der normativen Kraft des Faktischen gebeugt. Aber eben dem eigenen Verständnis folgend. Erstens sehe ich meinen selbst erzeugten RT in meiner Timeline nicht mehr. Gut – damit kann ich leben. Ich weiß ja, was ich getan habe. Was mich aber momentan mächtig stört ist, dass auf einmal wildfremde, durch meine Followings Retweetete Twitterer, in meiner Timeline auftauchen. Nichts gegen die Retweetenden und schon gar nicht gegen die Retweetenden, aber die bisherige Darreichungsform gefiel mir sehr gut. Ich pflege meine Timeline – gründlich! Und Twitter serviert mir auf einmal unvermittelt (oder im Wortsinne eben doch vermittelt) fremde Gesichter! Pah! Bin ich jetzt Reaktionär? Klar kann ich weiter Retweeten wie zuvor, aber eine der Varianten wird sich durchsetzen.

Je länger ich darüber nachdenke komme ich zu der Einschätzung (nicht Überzeugung!), dass wir uns auch daran gewöhnen werden. Zwar habe ich meine Feedback-Möglichkeit an Twitter in aller gebotenen sprachlichen Deutlichkeit umgehend genutzt, glaube aber nicht an eine Änderung. Oder wird der Aufschrei lauter sein, als bei der @mention-Änderung?

Was meint ihr?

badgeDieses Wochenende fand das erste BarCamp Liechtenstein statt (endlich wieder eines um die Ecke) und ich war dabei! Zwar war ich nur am Samstag dort, möchte aber trotzdem davon berichten. Zuallererst einmal ganz großes Lob an die Organisatoren! Sie haben eine großartige Location in einer tollen Umgebung ausgesucht und die Aussicht spricht für sich selbst.

An alles wichtige wurde gedacht und an noch ein paar Dinge mehr: Mehrfachstecker allerorten, Kinderbetreuung, Selbstgebackenes in Maskottchenform, um nur ein paar der Dinge zu nennen. Das wär übrigens mein erstes BarCamp, bei dem ich mir mein Badge nicht eingesaut habe.

Was auch noch ein großer Unterschied zu anderen BarCamps war: Die Themenauswahl. Oliver hat zu Beginn des BC ein paar Worte zur Orga, insb. zum Sponsoring von BarCamps gesagt und dabei herausgestellt, dass die Gönner der Veranstaltung möglichst wenig bis keinen Einfluss auf die Themen haben sollten. Beim BCLI scheint mir die Zusammenarbeit mit der Benefactum Initiative allerdings die Themen etwas mitgeprägt zu haben. So waren die Themen, die sich um IT und insbesondere das Internet drehten in der Unterzahl. Das Schlagwort des Samstags war ‘Nachhaltigkeit’.

Barcamp-logoKeine Frage – Nachhaltigkeit ist ein Thema von wachsender Bedeutung gerade vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftssituation, und ich finde es legitim, dass es bei einem BC zu einem solchen gemacht wird, schließlich entspricht die Bandbreite der Themen dem offenen Charakter von BarCamps. In Liechtenstein allerdings nahm es für meinen Geschmack zu sehr die Oberhand ein.

Aber wie ich zu sage pflege: Nur meckern gilt nicht! Da ich mehr technische Themen wollte habe ich eine Session zum Thema Twitter angeboten und dann auch vor mit ca. 18 Leuten gehalten, was großen Spaß gemacht hat und zumindest einen schon mal zum Twittern gebracht hat. Zum Thema Nachhaltigkeit sollte man vielleicht ein eigenes Camp veranstalten. Die Resonanz war ja definitiv vorhanden. Gelernt habe ich am Samstag Dinge über Lizenzen, Buchvermarktung, Sessions halten, Interpretationen von Nachhaltigkeit und darüber, wie man Sessions halten kann.

Hier noch ein paar Eindrücke vom Samstag:

coffewithaviewmurmelimehrfachsteckermurmelmalenwassersparen

visitenkarteAm Samstag ist übrigens nicht nur mit der Fliegerei ein kleiner Traum von mir in Erfüllung gegangen, sonder auch ein anderer, ganz besonderer: Ich war endlich einmal bei einer der Live-Shows der drei Fragezeichen. Wie muss man sich das vorstellen?

Normalerweise sind sie von Hörspielen bekannt. Die drei Junior-Detektive lösen darin im californischen Rocky Beach Kriminalfälle.  Es gibt zwar auch die Bücher, ich habe sie aber in Form von Kasetten kennen gelernt, die mich auch heute noch ab und zu sicher in den Schlaf bringen. Ein paar von euch kennen ja meinen Standard-Gute-Nacht-Tweet.

Und die Sprecher meiner 3 Helden gibt es zum Glück immer noch und haben ausreichend Spaß an dem Thema, dass sie mittlerweile regelmäßig auf Tour sind.

Von langer Hand geplant

Vor Monaten habe ich dann erfahren, dass wieder eine Tour ansteht und sofort Karten dafür gekauft. Und am Samstag war es dann soweit. Zwar kannte ich die Super-Papagei-Show von einer DVD, die beim Anschauen für mich schon großes Kino war, aber was uns diesmal erwartete war nicht abzusehen. Begleitet haben mich übrigens Kris (@peter_shaw) und Christian (@chris_bab). Kris bin ich ursprünglich wegen seines Twitternicks gefolgt, drum fand ich es mehr als logisch, ihn hierzu einzuladen.

ballsporthalleAls Leitmotiv für die Show diente die Folge ‘Der seltsame Wecker’. Um die Story herum hat man aber einiges ein guten Spaßeinlagen eingefügt, so dass die Show mehr als 2 Stunden (exclusive Pause) dauerte. Alle aufzuzählen wäre zu viel, aber das Highlight war eine Gesangseinlage von Andreas Fröhlich (Bob) und Jens Wawrczeck (Peter) unter Verwendung einer frisch reparierten Karaoke-Anlage.

Nicht nur das Lied wurde zum Schießen komisch vorgetragen – es endete tatsächlich mit einem KUSS, da Jens eine weibliche Rolle sang. UN-FASS-BAR! Mir haben die Ohren von meinem eigenen Lachen weh getan. Die Halle hat getobt – ich auch.

Bilder von der Show durfte man natüüürlich nicht machen.  Aber wenigstens vor der Show musste ich mal die Meute festhalten. Durchschnittsalter ca.35, wenige Kinder, deutlicher Männerüberhang. Nettes Mitbringsel war ein USB-Stick, auf den man die Tonspur den ersten Teil der Show als MP3-Dateien untergebracht hat, den zweiten Teil konnte man sich anhand eines Codes herunterladen. Abspielen kann man sich die Show anhand einer Flash-Anwendung, die einen Kassettenrekorder darstellt. Großes Kino, die ganze Aktion!

Weiterführende Links:

Fansite www.rocky-beach.com

Offizielle Site: www.dreifragezeichen.de

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Fragezeichen

gutenachttweet

cockpitEs war noch im Frühjahr als ich Simon fragte, warum er so viele Flug- bezogene Apps auf seinem iPhone hat. Er mache den Pilotenschein. ‘Cool, sobald Du ihn hast musst Du mich unbedingt einmal über die Orte meiner Kindheit fliegen. Das wäre die Erfüllung eines kleinen Traums für mich!’. ‘Klar, machen wir!’ sagte er.

Und so gingen die Monate ins Land, die direkte Zusammenarbeit gab es nicht mehr und so verlor man sich fast aus den Augen. Bis vor ein paar Wochen das Telefon klingelte: ‘So, fertig mit Pilotenschein. Wann möchtest Du fliegen?’. Mich hat es schier hingesetzt, zumal wir uns eigentlich auch nur vom Job her kannten und nicht mal beim selben Unternehmen angestellt sind. Und letzten Samstag war es dann soweit: Wir sind abgehoben.

Eine große Runde über Frankfurts nordöstliche Stadtteile haben wir gedreht: Berkersheim, Frankfurter Berg, Eckenheim etc. Und es war GROSSARTIG! Ich habe die Orte aus einer völlig neuen Perspektive sehen können, die ich seither nur per Pedes kannte. Der Kleingartenverein, in dem mein Kumpel von Damals seinen Garten hatte und wo wir oft gezeltet haben, der Ami-Spielplatz (bei der ehem. Edwards Housing Area), der Kreisel über den ich mit einem anderen Kumpel mal eine Seilbahn gebaut habe – vom vierten in den elften Stock gegenüber! Auf auf dem Rückweg in Richtung Egelsbach konnte ich noch bei meinen Eltern in die Küche schauen.

Das Wetter war bedingt nicht ideal, aber mir machen Turbulenzen zum Glück nichts aus. Die Landung hat es zu einer echt spannenden Sache gemacht, aber Simon hatte die Kiste im Griff. An dieser Stelle noch einmal großen Dank für’s Wort halten! Falls jemand Interesse an einem Rundflug im Rhein-Main-Gebiet hat möge er/sie bitte auf mich zu kommen. Ich stelle dann gern den Kontakt her!

Fotos? Ach, so: Fotos gibt es natürlich auch. Schaustu hier!

beraterberaterZunächst habe ich gedanklich eingestimmt in die sich immer weiter verbreitende Schimpferei über selbsternannte Social Media Berater.Zu groß schienen mir die Unwägbarkeiten und Dynamiken, die in diesem Thema wirken. Demnach schien es mir vermessen, dass jemand von sich behauptet, jemanden anderen gar in diesen Dingen zu BERATEN, eine Firma womöglich, die weiß Gott extrem viel in dieser Arena falsch machen kann. Aber wir Deutschen schimpfen ja so gern und urteilen auch schnell mal jemanden oder eine ganze Gruppe ab. Nun gut, zum Glück ist der Kopf rund.

ALs ich mir das Thema aber dann einmal gründlicher durch Selbigen habe gehen lassen kam ich zu der Einschätzung, dass Social Media trotz und gerade wegen seiner Unwägbarkeiten durchaus ein Feld ist, in dem jemand eine belastbare Extertise aufgebaut haben kann. Ohne eigene aktive Erfahrung auf dem Gebiet allerdings halte ich es nicht für konzeptionell beherrschbar. Wer noch z.B. nie gebloggt, wenigstens kommentiert hat und Twitter nur aus Spiegel-Artikeln kennt, von anderen Plattformen ganz zu schweigen, dem darf bei Konzepten, die diese Mittel verwenden, berechtigterweise skeptisch sein. Hm, oder besser: Mit gutem Gewissen misstrauen!

Wie verträgt sich die Belastbarkeit von Einschätzungen und Konzepten im Bereich Social Media mit den genannten Unwägbarkeiten? Genau diese Fähigkeit, die Eintrittswahrscheinlichkeit bestimmter Maßnahmen als hoch einschätzen zu können, aber dann auch die Grenze kennen, ab der so gut wie keine gesichterten Vorhersagen getroffen werden können ist m. E. die Kunst und macht einen guten Ratgeber aus. Er weiß, bis wieviel Meter der Sandstrand vom Ufer aus noch erwartet werden kann und ab wo mit Schlammlöchern und tiefen Gräben zu rechnen ist.

Aus diesem Grund meine ich wir sollten lieber einmal über die Definition von Social Media Beratung nachdenken, als die ersten, diesich den Titel geben gleich einen Scharlatan zu nennen.

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